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„Fram“
norwegisch für vorwärts

Die Fram war ein norwegisches Forschungsschiff, welches 1892 fertiggestellt wurde. Der Auftraggeber Fridtjof Nansen ließ das Schiff speziell für seine Polarforschungsexpeditionen bauen und überließ es, nach der spektakulären Eisdrift Expedition zum Nordpol, den Forschern Otto Sverdrup und Roald Amundsen.

 

Unter der Leitung von Amundsen war die Fram zwischen 1910 und 1912 Basis für die erfolgreiche Forschungsreise zum Südpol, den Amundsen als erster Mensch am 14. Dezember 1911 erreichte.

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 Unsere Philosophie

Wie auch seinerzeit das Forschungsschiff FRAM verstehen wir uns als Plattform für Wissenschaftler, Entdecker und Abenteurer zwischen Nord- und Südpol. Mit FRAM Science Travel haben wir es uns zum Ziel gemacht, Sie an unseren meist wissenschaftlich motivierten Forschungsreisen und Expeditionen teilhaben zu lassen. Wir sind fest davon überzeugt, dass man diese Welt nur wirklich kennenlernen kann, wenn man sie erlebt und im wahrsten Sinne des Wortes begreift:

Wie spezialisiert die Orcas auf ihren Lebensraum in den norwegischen Fjorden sind, vergisst man nicht, wenn man sie einmal hat Lachse vor der Kulisse der Lofotenkette jagen sehen. Die Auswirkungen des Klimawandels bleiben unvergessen, wenn man selbst den Gletscherrückgang der Ötztaler Gletscher in eigenen Daten dokumentiert hat. Solche Erlebnisse werden uns heute, in unserer schnellen und vernetzten Welt, über sämtliche Medien in unser Wohnzimmer geliefert, so dass wir schon fast immun geworden sind gegen die Wirkung der zahlreichen spektakulären Bilder. Die Natur reduziert sich auf ein Konsumgut, das Erleben auf ein Medienereignis. Wir sind dabei, den Kontakt zu unserem eigentlichen Lebensraum zu verlieren. Wie sollen wir etwas schützen, was wir kaum noch kennen?

Wir als Wissenschaftler und Expeditionsleiter haben häufig das Glück, viele dieser Erlebnisse  während unserer Arbeit auf Exkursionen oder Messkampagnen erleben zu dürfen. Wir haben Zugang zu oft unzugänglichen Orten, setzen uns mit diesen meist intensiv auseinander und sind dazu verpflichtet, unser Wissen stetig auf den neusten Stand zu bringen. Nicht zuletzt deshalb ist es unsere Aufgabe zu informieren unser Wissen zu transportieren, für unsere Umwelt zu begeistern und diese zu schützen. Deshalb soll FRAM das „Schiff“ zu unseren Arbeitsplätzen, unseren Reisezielen und unseren Lieblingsorten sein. Durch unser Wissen und unsere Leidenschaft wollen wir weiter begeistern, faszinieren und motivieren, selbst einen Teil zum Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturräume dieser Welt beizutragen.

 Die Natur muß gefühlt werden, wer sie nur sieht und abstrahiert, kann Pflanzen und Tiere zergliedern, der wird die Natur zu beschreiben wissen, ihr aber selbst ewig fremd sein. 

 – Alexander von Humboldt 

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Zukunft

Als Wissenschaftler sind wir eng mit der Natur verbunden. Nicht nur, weil wir stetig darum bemüht sind, mehr über unseren Lebensraum zu erfahren, sondern vor allem, weil wir viel Zeit unseres Lebens mit der Erforschung unserer Arbeitsräume verbringen. Oft am Schreibtisch, aber manchmal auch vor Ort „im Feld“. Mit jedem Tag wächst die Liebe für die Orte, mit denen wir uns beschäftigen und die wir immer wieder bereisen. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, die Natur und Kultur dieser Orte so sinnvoll wie möglich zu schützen oder zu transformieren. Unser Engagement baut dabei auf den drei folgenden Pfeilern auf.

Als Reisender verbrauchen wir Ressourcen und hinterlassen mit jedem Schritt Spuren in der Natur. Vor allem Mobilität, Flüge, Autofahrten etc. wirken sich sowohl regional als auch global besonders tiefgreifend auf unsere Umwelt aus. So richten in den Alpen nicht die Skigebiete, der Wasserbrauch oder der Bau von Infrastruktur den größten Schaden an. Es ist der Individualverkehr, welcher die größte Umweltverschmutzung verursacht und zudem zu einem stetigen Anstieg der atmosphärischen Treibhausgase wie CO2 führt.

Eine Welt ohne Reisen ist jedoch nicht mehr denkbar. Niemand möchte darauf verzichten, seiner Arbeit nachzugehen oder die wunderschönen Orte auf dieser Welt mit eigenen Augen zu sehen. Wir als Wissenschaftler und Veranstalter von Exkursionen stehen in dem ständigen Konflikt zwischen Ressourcenverbrauch und Umweltschutz. Unsere Verantwortung ist es deshalb nicht nur, für dieses Thema zu sensibilisieren, sondern auch aktiv zu einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen während unserer Reisen beizutragen. Aus diesem Grund legen wir einen Großteil unserer Touren zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück. Wir verzichten, wo immer möglich, auf Autos, Schneemobile etc. und organisieren unsere häufigen Fahrten in die Alpen ausschließlich mit der Bahn. Die Flüge von bestimmten Touren werden zudem mithilfe von Atmosfair kompensiert, so dass gezielt und effektiv Klimaschutzprojekte gefördert werden.

Wir werden zunehmend versuchen, unseren Emissionsausstoß stetig zu reduzieren, und bitten um Verständnis dafür, dass wir mit jeder Reise dazulernen müssen.


Wir kennen unser Arbeits- und Wirkungsgebiet genau, kennen die Umweltprobleme, die Konflikte und die Gefahren. Wir befinden uns in einer stetigen Auseinandersetzung mit der lokalen Bevölkerung, anderen Wissenschaftlern und Tourguides, so dass wir versuchen, unser eigenes Handeln immer wieder so gut wie möglich an die Bedürfnisse des Lebensraums vor Ort anzupassen. Auf unseren Touren kooperieren wir ausschließlich mit ausgewählten regionalen Partnern, die nach unseren Grundsätzen für regionale Nachhaltigkeit arbeiten und handeln. Hierzu zählen regionale Bio-Landwirte und Gasthöfe, einheimische Tourguides und zahlreiche kleine wissenschaftliche und soziale Projekte, die sich vor Ort für den Umweltschutz und eine soziale Zukunft einsetzen.

Wir versuchen, an all unseren Exkursionszielen unseren „Fußabdruck“ so klein wie möglich zu halten. Sparsamkeit und Zurückhaltung sind dabei unsere wichtigsten Grundsätze. Alle Entscheidungen, die während einer Tourplanung getroffen werden, hinterfragen wir aus ökonomischer wie auch ökologischer Sicht.


Man kann sich auf unterschiedlichsten Wegen für die Zukunft engagieren. Am effektivsten gestaltet sich dieser Einsatz dort, wo man sich selbst am besten auskennt. Für uns ist Bildung ein zentraler Schlüssel für eine bessere Zukunft, und die Voraussetzung für richtiges Handeln. Alleine deshalb arbeiten wir aus innerer Überzeugung daran, mit FRAM unsere Wissenschaft zugänglicher zu machen, und Natur- und Umweltschutz über unsere Exkursionen zu betreiben.

Durch eine Reise mit FRAM fördern Sie unmittelbar unsere oder die wissenschaftlichen Projekte unserer Partner. Wir sind der Meinung, dass unsere Exkursionen und die damit verknüpften Erfahrungen nicht nur einem privilegiertem Publikum vorenthalten bleiben dürfen. Aus diesem Grund geben wir besonders motivierten Studenten auf zahlreichen unserer Exkursionen die Möglichkeit als unterstützende Kraft tätig zu werden und uns zu begleiten. Zudem bieten wir im Optionalbereich der Ruhr-Universität in jedem Semester eine ausgewählte Exkursion an, die im Rahmen eines Lehrauftrages zu einem kleinstmöglichen Preis umgesetzt werden kann. So bekommt bspw. in jedem Sommersemester eine interdisziplinäre Gruppe von Studenten die Möglichkeit, an einer Expedition nach Spitzbergen teilzunehmen, die nur einen Bruchteil dessen kostet, was außerhalb der Universität für die komplexe Logistik einer Arktis-Expedition verlangt werden muss.

In Planung ist zudem ein offener Kurs zur Ausbildung von Naturführern, der in Kooperation mit der Alpinen Forschungsstelle in Obergurgl einmal im Jahr in den Ötztaler Alpen angeboten werden soll. In diesem Kurs sollen Studenten, Wanderleiter, Wissenschaftler und Naturliebhaber zu Naturführern ausgebildet werden, die selber Exkursionen veranstalten und Gruppen leiten möchten. Im Fokus steht die Entwicklung des Natur- und Kulturraums der Alpen. Ergänzt wird die Veranstaltung durch Vorträge zu exkursionsdidaktischen Themen, Tourenplanung, Wetter und Sicherheit.

Genauere Informationen zu den geförderten Projekten und Exkursionen bekommen Sie bei den entsprechenden Touren oder in den Beiträgen des FRAM-Blogs.

Links zu unseren aktuellen studentischen Exkursionen finden Sie hier.

 Unsere Reiseangebote werden so entwickelt, dass sie den kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen.

Andre Baumeister – Expeditionsleiter
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Das Team
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Dr. André Baumeister

Geograph & Exkursionsleiter

André Baumeister ist Gründer von FRAM. Er studierte bis 2009 Geographie und Geologie an der Ruhr-Universität in Bochum, arbeitet bis 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und ist seither Lehrbeauftragter an seiner Heimatuni. Neben längeren Forschungsaufenthalten in Israel, im Senegal und unterschiedlichen Praktika in den USA, Peru, Südspanien und der Schweiz leitete er zahlreiche Exkursionen in den Alpenraum, nach Südafrika, Norwegen und Spitzbergen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Landschaftsentwicklung, Hydrologie, Glaziologie und die Arbeit mit Geoinformationssystemen. Er beschäftigt sich mit Wissenschaftskommunikation, Umweltbildung und Exkursionsdidaktik. Nebenbei arbeitet er als Fotograf, gibt Fotokurse und hält zahlreiche Vorträge zu seinen Reise- und Arbeitsschwerpunkten.

André ist ausgebildeter DAV-Bergwanderleiter und führt mit stetig wachsender Begeisterung Gruppen zu seinen „Lieblingsorten“. Seine Faszination für das Hochgebirge und die kargen Landschaften jenseits des Polarkreises führte ihn auch privat auf zahlreiche Berg- und Trekkingtouren.

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Prof. Dr. Andreas Pflitsch

Professor für Klimatologie & Exkursionsleiter

Andreas Pflitsch gründete 2005 den Vorgänger von FRAM und ist seither stetiger Mentor und Partner bei der Entwicklung und Umsetzung der FRAM-Idee. Er studierte bis 1988 Geographie an der Ruhr-Universität Bochum und spezialisierte sich noch vor seiner Promotion im Bereich der Stadtklimatologie.

Heute ist er Leiter der Arbeitsgruppe U-Bahn- und Höhlenklimatologie an der Ruhr-Universität, und erforscht seit einigen Jahren schwerpunktmäßig die Mikroklimatologie in Eishöhlen und Gletscherhöhlen auf Vulkanen. Er betreut und leitet Projekte in New Mexico, Süd Dakota, Wyoming, Oregon, Alaska und Hawaii. Seine Passion für Messkampagnen unter schwierigen Bedingungen führte ihn lange Zeit auf den Mount Washington, dem „home of the worlds worst weather“. In den vergangenen Jahren kamen spektakuläre Höhlen- und Gletscherexpeditionen zum Mt. Hood, Mt. Rainier und unterschiedlichen Höhlen Hawaiis hinzu.

Auf den meisten seiner Touren wurde Andras Pflitsch von anderen Wissenschaftlern, Studenten und externen Gästen begleitet, so dass er auf einen großen Erfahrungsschatz als Exkursionsleiter und -didaktiker zurückgreifen kann. Auch Filmteams begleiten einige seiner Exkursionen, so auch zuletzt das Team von Spiegel TV, welches ihn bei seiner Arbeit in seinem eigenen Forschungscamp auf Hawaii für die ZDF-Reihe Terra X begleitete.

Andreas ist neben seinen Forschungsreisen als Fotograf und Kinderbuchautor tätig, stellt seine Bilder immer wieder aus und kooperiert mit unterschiedlichen Künstlern auf der Suche nach den Verbindungen zwischen Natur und Kunst.

Unsere Kontaktdaten:

Addresse:

Alsenstraße 15 / 44789 Bochum / Germany

phone:

+49 234 379 869 06 / +49 176 229 690 03

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