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Ötztaler Alpen – Landschafts- und Kulturgeschichte der Zentralalpen

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Das Gurgler Tal bietet ein besonderes Beispiel für den Natur- und Kulturraum der Ostalpentäler im Bereich des Alpenhauptkamms. Die Alpine Forschungsstelle Obergurgl bietet seit den 1950er Jahren eine Plattform für Hochgebirgsforschung verschiedenster Disziplinen. Erleben Sie alpine Wissenschaften aus erster Hand und genießen Sie dabei die stille Seite der Ötztaler Alpen.

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Die Exkursion 

Am Beispiel des malerischen Gurgler Tals ermöglicht die Exkursion einen tiefen Einblick in die naturräumliche und kulturelle Entwicklung der Alpen. Während der Wanderungen zu unterschiedlichen Forschungsstandorten der südlichen Ötztaler Alpen werden typische hochalpine Phänomene erkundet. Die Unterbringung erfolgt in den ersten Tagen im Berghotel der Alpinen Forschungsstelle Obergurgl. Hier ermöglichen unterschiedliche Fachvorträge ein tieferes Verständnis für Wissenschaft und Forschung in den Zentralalpen. Am Abend bieten erstklassiges Essen und eine Sauna die Möglichkeit, Kraft für den nächsten Aufstieg zu tanken.

Den nicht nur topographischen Höhepunkt bietet die Beschreitung des Gurgler oder Langtal Ferners. Hierfür übernachten wir im  Hochwildehaus oder der Langtalereckhütte mitten in der Ötztaler Gletscherwelt.

Die Exkursion ist eine einzigartige Alternative für diejenigen, die sich eine Alpenüberquerung nicht mehr zutrauen und die Bergwelt mit etwas mehr Komfort genießen möchten.

„Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“

Johann Wolfgang Goethe

Das Tal

Am südlichen Talschluss des Naturparks Ötztal befindet sich das Gurgler Tal, welches nach Westen und Süden unmittelbar in den Alpenhauptkamm übergeht. Zusammen mit dem östlich gelegenen Nachbartal, dem Venter Tal, steht die Region seit langem im Fokus zahlreicher Forschungsprojekte. Eine abwechslungsreiche Geologie, diverse Archive des Klimawandels, zahlreiche Gletscher, eine einzigartige Kulturgeschichte, die sich nie an Staatsgrenzen orientiert hat, die Fundstelle des Ötzi, alles ist in den südlichen Ötztaler Alpen auf kleinem Raum vereint. Diese Vielfalt führte dazu, dass das Ötztal zu einer der Wiegen des Alpentourismus wurde, aber auch die hochalpine Forschung diesen Raum für sich entdeckte.

Nachdem in den 50er Jahren die Alpine Forschungsstelle in Obergurgl gegründet wurde, war es zum ersten Mal möglich, den unterschiedlichen Forschungsarbeiten und -interessen eine gemeinsame Kommunikations- und Arbeitsplattform zu geben. Forschungsschwerpunkte liegen im Augenblick im Bereich der Pflanzensoziologie und der Wiederbesiedlung von Gletschervorfeldern. Aber auch hydrologische, limnologische und Projekte zum Klimawandel und dem Massenhaushalt von Gletschern sind in den Ötztaler Alpen beheimatet.

Neben der Forschung bietet das Universitätssportheim einen bequemen Standort für Tagestouren in die alpine Landschaft. In unmittelbarer Nähe können nahezu alle hochalpinen Phänomene beobachtet und anschließend in den Seminarräumen besprochen oder der Bibliothek vertieft werden. Nirgendwo sonst, kann man alpine Wissenschaft und Forschung so hautnah mitten in einer traumhaft schönen Hochgebirgslandschaft erleben.

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Details zur Reise

Justin Pasi

Anforderungen

Die Teilnehmer sollten über eine durchschnittlich gute Kondition verfügen und in der Lage sein, über mehrere Stunden mit Gepäck von 10-15 kg auf dem Rücken zu laufen. Es empfiehlt sich, dass die Teilnehmer vorher schon einmal in den Bergen unterwegs waren, da sie nur so ihre körperliche Beschaffenheit im Hinblick auf Wanderungen in den Alpen wirklich einschätzen können.

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Geländemodell der Ötztaler Alpen. Eingezeichnet sind die Haupttouren, die während der Exkursion wahrscheinlich begangen werden.

Reiseablauf

  • Anreise bis zum Abend
  • Programm:
    • 18: Uhr Kurze Begrüßung
    • 19: Uhr Abendessen
    • 20: Uhr Einführungsveranstaltung im Hörsaal der AFO
  • Exkursion durch Obergurgl, den Zirbenwald (zum Beilstein, wetterabhängig)
  • Themen:
    • Rekonstruktion der Siedlungsgeschichte im alpinen Raum
    • Entwicklung und Probleme des Tourismus in den Alpen
    • Einführung in die Vegetation der montanen Stufe
  • Exkursion auf die Hohe Mut und in das Gaisbergtal
  • Themen:
    • Geologie und Landschaftsentwicklung
  • Exkursion über das Ramolhaus nach Vent alternativ zum Timmelsjoch oder Similaun (wetterabhängig)
  • Themen:
    • Hochgebirgsgeomorphologie
    • Höhenstufen der Vegetation
    • pleistozäner Klimawandel
    • Almwirtschaft
  • Aufstieg über Rotmoos zur Langtalereckhütte und weiter zum Hochwildehaus
  • Themen:
    • Klimarekonstruktion
    • holozäner Klimawandel
    • Glaziologie
  • Gletschertour auf den Gurgler oder Langtal Ferner. Anschließend Abstieg und Möglichkeit für abendliche Abreise. Optional kann eine weitere Nacht im Universitätsheim zugebucht werden.
  • Themen:
    • Bergsteigen
    • Glaziologie
  • Abreise

Reiseleistungen:

  • Wissenschaftliches Guiding durch André Baumeister

  • Fachvorträge im Hörsaal der Alpinen Forschungsstelle zu den Themen Geologie, Landschaftsentwicklung, Glaziologie & Permafrost, Vegetationsentwicklung, Klimawandel, Siedlungs- und Kulturgeschichte

  • 5 thematische Tagesexkursionen um Gurgler- und Venter-Tal

  • 4 Übernachtungen im Universitätszentrum Obergurgl inkl. Halbpension (Doppelzimmer, Sauna, Einzelzimmeraufschlag auf Anfrage)

  • 1 Übernachtung auf dem Hochwildehaus/Mitterkaseralm inkl. Halbpension im Mehrbettzimmer

  • Gletschertour und Überschreitung des Alpenhauptkamms mit staatlich geprüften Bergführern (inkl. Leihausrüstung)

  • Leihausrüstung für die Gletschertour

  • Liftticket

  • Exkursionsskript

  • zusätzliche Kosten: Einzelzimmerzuschlag in Obergurgl 25 € pro Übernachtung, optionale zusätzliche Übernachtung in Obergurgl, Anreise

Die Unterkünfte:

Das Universitätszentrum Obergurgl:
Das Universitätszentrum wurde kürzlich vollständig renoviert und bietet einen einzigartigen Standort für alpine Forschung und Wissenschaft auf hohem gastronomischen Niveau. Das Alpine Forschungszentrum Obergurgl (AFO) ist ebenfalls in den Gebäudekomplexen untergebracht, so dass Hochgebirgsforschung und Erholung hier eng vernetzt sind. Ruheräume und eine Saunalandschaft bieten Entspannungsmöglichkeiten nach langen Tageswanderungen.

Das Hochwildehaus:
Das Hochwildehaus liegt unmittelbar am Gurgler Ferner in 2800 Metern Höhe und wird zusammen mit der Langtalereckhütte seit über 30 Jahren von der Familie Gufler aus Längenfeld betrieben. Nur noch an wenigen Orten in den Bergen kann man die familiäre Gastlichkeit einer Alpenvereinshütte noch so hautnah erleben. Von der Terrasse aus blickt man auf zahlreiche Gletscher und die berühmten Berge des Gurgler Kamms.

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Teilnehmerzahl:
6 bis max. 10 Teilnehmer

 

Termin:
07.07. – 13.07.2018

 

Preis:
1195 €

Unsere Kontaktdaten:

Addresse:

Alsenstraße 15 / 44789 Bochum / Germany

phone:

+49 234 379 869 06 / +49 176 229 690 03

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